Der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien hat in seiner Sitzung vom 2. November 2011 beschlossen, der Occupy Berlin Bewegung den Platz auf der Grünfläche neben der Parochialkirche vorläufig weiterhin für ein Camp zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde wird zudem die Bewegung bei der Suche nach einem von ihr selbst gewünschten öffentlichkeitswirksameren Standort unterstützen.
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Am 29.10.2011 hatte die Occupy Berlin Bewegung begonnen, ein Camp auf dem Parochialkirchhof, der zur Gemeinde St. Petri – St. Marien gehört, aufzubauen. “Die Occupy Bewegung setzt sich für Gerechtigkeit und Frieden ein und stemmt sich gegen die Allmacht des Kapitalismus. Das sind Werte, die wir teilen”, so Pfarrer Gregor Hohberg, “Deshalb haben wir der Bewegung angeboten, vorläufig auf dem Gelände der Parochialkirche ein Quartier einzurichten.”
Eva-Maria Menard, stellvertretende Superintendentin im Kirchenkreis Stadtmitte, begrüßt die Entscheidung der Gemeinde: “Die Occupy-Bewegung weist auf eine Schieflage in der Gesellschaft hin, die wir auch sehen.” Sie betonte, dass es in der evangelischen Kirche eine gute Tradition sein, Menschen im Wortsinn Freiraum zu gewähren. Dabei verwies sie auf die Rolle der Kirchen zu DDR-Zeiten: “Auch damals haben wir unsere Räume geöffnet und Gastrecht gewährt”, so die Pfarrerin. “Wir werden nicht in allen Punkten einer Meinung sein, aber wir wollen einen öffentlichen Raum für Diskussionen und Meinungsbildung bieten.”